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Was ist ein lebendiger Adventskalender?

In vielen Regionen des deutschsprachigen Raums gibt es im Dezember sogenannte „lebendige Adventskalender“. Hierbei findet an jedem Abend im Advent ein kurzes Treffen statt. Meist übernehmen einzelne Haushalte die jeweiligen „Fenster“ des Adventskalenders, so dass an jedem Abend ein anderer Gastgeber das Treffen organisiert. Der Ablauf der Abende ist von Ort zu Ort und von Gastgeber zu Gastgeber verschieden. Häufig stehen jedoch Besinnlichkeit und Geselligkeit im Mittelpunkt der Treffen. In vielen Orten gehören gemeinsames Singen und kurze Adventsgeschichten zu den festen Traditionen des lebendigen Adventskalenders.

Wer organisiert den lebendigen Adventskalender?

In der Regel übernehmen Kirchengemeinden die Organisation des Adventskalenders. In manchen Fällen kooperieren mehrere Kirchengemeinden für einen gemeinsamen Adventskalender (oft auch einen ökumenischen Adventskalender). Meist sind es Kirchenmitglieder, die die Organisation einzelner Abende übernehmen. Eine weitere Möglichkeit ist, dass Vereine, Gruppen, oder Geschäfte einzelne Fenster oder sogar die Organisation des gesamten Kalenders übernehmen. Der lebendige Adventskalender findet an jedem Abend vom 1. bis zum 23. Dezember statt. Das 24. Fenster des Kalenders stellt der Gottesdienst am Heiligen Abend dar.

Den meisten lebendigen Adventskalender ist eines gemeinsam: Die Veranstaltung ist in der Regel unverbindlich und offen für alle. Besucherinnen und Besucher entscheiden selbst, an wie vielen und welchen der Abende sie teilnehmen möchten. Sie müssen dabei nicht unbedingt Mitglied der organisierenden Kirchengemeinde oder selbst Gastgeber des Kalenders sein.

Wie sieht der Ablauf eines „Fensters“ aus?

In vielen Fällen wird ein Fenster des einladenden Hauses mit der Nummer des Adventskalenders verziert. An dem jeweiligen Abend treffen zur vereinbarten Zeit die Gäste ein. Um sowohl Gastgebern als auch Besuchern eine unkomplizierte Teilnahme zu ermöglichen, findet das Treffen häufig draußen oder in einer offenen Garage statt. In der Regel wird der Ablauf möglichst kurz gehalten und dauert oft weniger als 30 Minuten.

Die Gastgeber sind selbst für die Gestaltung des Abends verantwortlich, so dass der Ablauf jeden Abend etwas variiert, was einen besonderen Reiz des Kalenders ausmacht. Häufig stehen gemeinsames Singen und ein kurzer Vortrag einer Geschichte oder eines Gedichts im Mittelpunkt des Abends. Eine kurze Andacht oder ein Gebet sind ebenfalls möglich. In vielen Orten wird der lebendige Adventskalender mit dem Servieren von heißen Getränken und Gebäck abgeschlossen.


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